Obligatorische Krankenversicherung

Die obligatorische Krankenversicherung: Pflicht für jeden Einwohner der Schweiz

In der Schweiz besteht Krankenversicherungspflicht. Wer in der Schweiz lebt oder dort arbeitet, muss die sogenannte obligatorische Krankenversicherung, auch Grundversicherung genannt, abschliessen. Die Wahl der Krankenkasse steht den Versicherungsnehmern dabei frei. Durch die Krankenversicherungspflicht möchte der Bund erreichen, dass jeder Schweizer Bürger für den Krankheitsfall finanziell abgesichert ist.

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Welche Bedingungen gelten in der obligatorischen Krankenversicherung?

Die Bedingungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung regelt das Krankenversicherungsgesetzt (KVG). Seit 1996 sieht es vor, dass jede Person, die in der Schweiz lebt oder arbeitet, eine Grundversicherung abschliessen muss. Die obligatorische Krankenversicherung übernimmt die grundlegende medizinische Versorgung bei Krankheit, Unfall sowie Schwangerschaft und Mutterschaft.

In der Regel begleichen die Versicherten die Kosten für medizinische Behandlungen und Medikamente zunächst selbst. Anschliessend wenden sie sich zwecks Erstattung an Ihren Krankenversicherer. Spitäler rechnen meist direkt mit den Krankenkassen ab. 


Familienmitglieder sind nicht automatisch in der Grundversicherung mitversichert. Für jedes Familienmitglied muss ein gesonderter Versicherungsvertrag abgeschlossen werden.

Wie hoch sind die Krankenkassenprämien?

Für die Leistungen der Grundversicherung entrichten die Versicherungsnehmer eine monatliche Krankenkassenprämie. In der Gestaltung ihrer Prämien sind die Krankenversicherer weitgehend frei, sofern sie einige gesetzliche Vorgaben beachten. Die Höhe der Prämie richtet sich nach dem Einkommen sowie nach den vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) definierten Prämienregionen und Altersgruppen. Derzeit gibt es 43 Prämienregionen in der Schweiz, die Altersgruppen teilen sich ein in Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, junge Erwachsene zwischen 18 und 26 Jahre und Erwachsene ab 26 Jahre.

Die Selbstbeteiligung in der Grundversicherung

Neben der Prämie haben Versicherungsnehmer eine Selbstbeteiligung zu leisten. Diese setzt sich aus der Jahresfranchise und dem Selbstbehalt zusammen. 


Die Franchise bezeichnet einen jährlichen Festbetrag, bis zu dem Sie Ihre Behandlungs- und Medikamentenkosten selbst tragen müssen. Die ordentliche Jahresfranchise im Standard-Modell der Grundversicherung beträgt für Erwachsene ab 18 Jahren 300 Schweizer Franken, 0 Franken für Kinder. Wahlweise können Erwachsene ihre Franchise auf bis zu 2'500 Franken erhöhen und dadurch Prämien sparen. Für Kinder ist eine Erhöhung bis 600 Franken möglich.

Übersteigen die Behandlungskosten die Jahresfranchise, deckt die Krankenversicherung den Mehrbetrag. Sie leisten nun noch einen Selbstbehalt in Höhe von zehn Prozent. Maximal zahlen Erwachsene einen Selbstbehalt von 700 Franken im Jahr, Kinder von 350 Franken.

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Zwar besteht Versicherungspflicht, bei welcher Krankenkasse Sie sich versichern lassen, können Sie jedoch frei wählen. In der Schweiz gibt es weit mehr als 65 zugelassene Krankenversicherer. Für die obligatorische Krankenversicherung bieten alle die gleichen, gesetzlich vorgegebenen Leistungen. Die Höhe der Prämien gestaltet sich jedoch sehr unterschiedlich. Sparen können Sie zudem, wenn Sie ein alternatives Modell der Grundversicherung wählen. Mit unserem unabhängigen Krankenkassenvergleich finden Sie den Versicherer mit den niedrigsten Prämien.

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