Gruppenpraxis (HMO)

HMO: Das Gruppenpraxis-Modell der obligatorischen Grundversicherung

In der obligatorischen Grundversicherung bieten die Schweizer Krankenkassen neben dem Standard-Tarif auch alternative Versicherungsmodelle an. Diese Modelle schränken die Arztwahl auf bestimmte Ansprechpartner ein, Versicherungsnehmer profitieren dafür von geringeren Prämien. Einer dieser alternativen Tarife ist das Gruppenpraxis-Modell.

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Was ist eine HMO-Praxis?

Die Abkürzung HMO steht für Health Maintenance Organization, was übersetzt so viel wie "Organisation zur Erhaltung der Gesundheit" bedeutet. Mehrere Ärzte schliessen sich zu so einer Organisation zusammen und arbeiten gemeinsam in einer Gruppenpraxis. Neben Allgemeinmedizinern finden Sie in derartigen Praxen meist auch diverse Fachärzte und Therapeuten weiterer Fachrichtungen. Die Praxen sind in einem bestimmten Einzugsgebiet tätig. Welche Gruppenpraxen es an Ihrem Wohnort gibt, erfahren Sie von Ihrer Krankenkasse.

Das Versicherungsmodell stammt ursprünglich aus den USA und hat sich dort schon um 1910 herum entwickelt. In der Schweiz existieren entsprechende Praxen seit den 1990er Jahren. Die Gruppenpraxen gehören entweder zu einer Krankenversicherung oder schliessen Verträge mit mehreren Krankenkassen ab. Von den Kassen erhalten Ärzte pro eingeschriebenem Versicherungsnehmer eine monatliche Pauschale. Diese Pauschale deckt die gesamten medizinischen Leistungen ab, die der Versicherte in Anspruch nimmt. Darunter fallen nicht nur die Behandlungen beim Gruppenpraxis-Arzt selbst, sondern auch Behandlungen bei Fachärzten, im Spital und weitere therapeutische Massnahmen. Diese Regelung verfolgt das Ziel, die Zahl externer medizinischer Leistungen möglichst gering zu halten.

So funktioniert das Gruppenpraxis-Modell

Wählen Sie dieses alternative Versicherungsmodell, entscheiden Sie sich dafür, im Krankheitsfall immer zuerst eine Gruppenpraxis aufzusuchen. Ihre Praxis können Sie aus einer Liste wählen, die Sie von Ihrer Krankenkasse erhalten.

Für die eingeschränkte Arztwahl bestehen gewisse Ausnahmen. In Notfällen dürfen Sie auch einen anderen Arzt aufsuchen. Gynäkologische Vorsorgeuntersuchungen und Kontrolluntersuchungen beim Augenarzt sind ebenfalls von der Gruppenpraxen-Pflicht ausgenommen. Welche Ausnahmeregelungen genau bestehen, ist in den Vertragsbedingungen Ihrer Krankenkasse festgelegt.

Vorteile des Gruppenpraxis-Modells

Die eingeschränkte Arztwahl belohnen Krankenversicherer mit deutlich reduzierten Prämien. Mit diesem Versicherungsmodell können Sie im Vergleich zum Standard-Modell bis zu 25 Prozent sparen.

Da sich in den Gruppenpraxen verschiedene Ärzte und Therapeuten zusammenschliessen, erhalten Sie dort einen Grossteil der medizinischen Versorgung unter einem Dach. Das reduziert Wartezeiten bei Überweisungen und Sie können sich in einer vertrauten Umgebung behandeln lassen.


Vergleichen Sie die alternativen Tarife der Schweizer Krankenkassen

Die hohe Prämienersparnis macht das Gruppenpraxis-Modell vor allem für junge und gesunde Versicherungsnehmer interessant. Möchten Sie von diesem alternativen Tarif profitieren, machen Sie bei uns den Versicherungsvergleich. Wir helfen Ihnen, die Krankenkasse mit der günstigsten Grundversicherung zu finden.

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